2020 - Auf ein Neues

Prosit Neujahr
Prosit Neujahr
Ein letzter Blick zurück
Ein letzter Blick zurück

Wie soll man eine Zeitspanne von 365 Tagen summieren? Es stimmt zwar dass die Jahre immer schneller vorbeiziehen, sie werden aber auch komplexer. Eine Aussage wie "es war ein gutes Jahr" will mir nicht einleuchten. In meiner Wahrnehmung dominiert für mich bis April 2019 die Trauerphase, das Durchlaufen eines Jahreskreises und Abschied nehmens. Mit Ostern, dem Frühling, beginnt dann eine andere, neue Phase. Es fühlt sich anders an. Ich schaue die Fotos durch und muss grinsen: äußerlich war der 1.Juli eine entscheidende Veränderung, denn bis dahin hatte ich noch Haupthaar. Mit der zweiten Jahreshälfte beginnt also mein Leben als bewusster Glatzenträger...Veränderungen, die alle sehen können. Dazu kam dann der Bart und eine neue Brille: nach den Sommerferien erschien ich vielen Kollegen  aber auch in der Gemeinde, wie eine andere Person, die erstmal zugeordnet werden muss. Ich glaube ich wurde lange nicht mehr so 'neu' angesehen wie im Sommer 2018 und im Sommer 2019. Jetzt- glaube ich-  habe ich mich "gehäutet" für eine neue Lebensphase. 

Das Jahr 2019 war auch eins der Projekte. Nur zwei möchte ich erwähnen: die Projekttage Demokratie an meiner Schule und das Kindermusical an meiner Gemeinde. Das Wort 'ergebnisoffen' beschreibt glaube ich ganz gut, was daran reizvoll ist/war. Ich habe lang nicht mehr so derart offene Projekte mit einem entsprechend relativen Risiko begonnen: an meiner Schule gab es die letzten Projekttage vor 14 Jahren,die Akzeptanz muss/te erarbeitet werden, die Beteiligung wachsen. Es war keineswegs klar, dass es so einen erfolgreichen Präsentationsabschluss und eine so reiche Mitwirkung auch der Schüler geben würde: auf ein offenes Ergebnis im Neuland hinarbeiten war ein sehr spannendes Erlebnis. Ähnlich beim Kindermusical. Mein letztes Musicalprojekt war 2005 an der Schule und mit älteren Schülern. Jetzt hieß es mit einer kleinen Gruppe von 6-12jährigen ein neues Projekt zu starten und auf die Bühne zu bringen. Ob alle Rollen besetzt werden können, ob die Lieder funktionieren, ob die Bühnenaustattung zusammen kommt.....es hat sich h auch hier vieles bewundernswert entwickelt. Ich freue mich über engagierte Kinder mit tollen Eltern, es spannt sich ein Netzwerk das uns Tontechnik, Lichttechnik, Bühnenbau ermöglicht, super Musiker, die uns begleiten, sodass jetzt etwas richtig Großes daraus geworden ist. Zum ersten Mal an unserer Gemeinde wird es ein eine eigene Musicalproduktion geben. Wow! Denke ich an die ersten Überlegungen zurück, lässt mich das Staunen, dankbar sein und auf neue Wege auch in 2020 vertrauen.

Es sind also manchmal die unklaren, offenen Prozesse, die einen Jahreslauf prägen, die Spuren hinterlassen. 

Ich bin gespannt auf 2020....




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